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Panamericana 2008/2009

Donnerstag, 01.10. – Samstag, 03.10.09 - nun heißt es am Tag so zwischen 500 und 600 km Strecke zurückzulegen. Mit Übernachtungen in Salta und Saenz Pena erreichen wir Posada. City Hotel/28 € DZ

Sonntag, 04.10.09 - kurz nach Abfahrt zu unserem letzten Teilstück nach Iguazu bemerke ich ein ungewohntes Geräusch an meinem Moto. Mit dem Getriebe habe ich schon meine Erfahrungen, so ist anhalten und nachsehen die richtige Entscheidung. Es bleibt Gott sei Dank bei einem Lagerschaden. Wir landen 50 km weiter in Obera, einer hervorragenden Werkstatt namens Mecanica Raul Lory. ich darf mitschrauben, auch sämtliche Arbeiten, die ich erst in Buenos Aires erledigen wollte, werden ausgeführt. Raul, ein Nachfahre Schweizer Einwanderer, der auch perfekt Deutsch spricht, ist ein hervorragender Mechaniker. unsere Unterkunft ist in unmittelbarer Nähe der Werkstatt eine Cabana Los Cedros, ebenso Nachfahren deutscher Einwanderer. Wir bleiben bis Donnerstag und mein Moto und wir sind wieder gut erholt.

Donnerstag, 08.10.09 - an der brasilianischen Grenze entlang, immer am Rio Uruguay entlang, bis nach San Pedro, Pozo Azul, Wanda nach Iguazu. Es hat schwer geregnet, so kommen wir erst bei Dunkelheit an. Hotel Los Pinos/18 € DZ

Freitag, 09.10.09 –Samstag, 10.10.09 - Besichtigung eines der größten Naturspektakel weltweit. Die Wasserfälle von Iguazu. von den Indios schon zu Urzeiten so genannt (auf Deutsch- „Große Wasser“). Bis zu 7000 cbm Wassermassen stürzen sich pro sec den 72 m hohen Abhang hinunter, um dann unter lautem Getöse und aufsteigender Gischt und sich bildendem Nebel im ruhigen Flussbett wieder sammelt, um abzufließen. Am Freitag müssen wir erst mal nach Brasilien, denn von dieser Seite sieht man den gesamten Absturz, wie man sie auf den Ansichtskarten zu sehen kriegt. Beim Grenzübertritt bemerkt ein aufmerksamer Grenzbeamter, dass mein Pass bei der Einreise nach Argentinien aus-sowie eingestempelt ist. Nach deren Darstellung bin ich gar nicht in Argentinien - oder in diesem Fall illegal. Der Fehler eines Grenzbeamten kostet mich 60 €. Das anschließende Erlebnis gleicht aber meinen Unmut zunehmend aus. Der nächste Tag auf argentinischer Seite, vor allem der Teufelsschlund war nicht minder beeindruckend.

Sonntag, 11.10. – Mittwoch, 21.10.09 - ab jetzt geht es nach Süden. Wir sind noch ca. 4500 km von unserem eigentlichem Reiseziel, der südlichsten Stadt der Erde - Ushuaia - entfernt. Es heißt nun „ Gas geben“, denn die Zeit läuft. Es verbleiben nur noch zwei Monate für den Rest der Reise, Sofern wir unseren geplanten Rückkehrtermin, den 12.12. einhalten wollen. Mit zwei Übernachtungen in Posadas und Concordia erreichen wir am Dienstag Buenos Aires. Auf der eintönigen Strecke gibt es nur einen nennenswerten Besichtigungsort - die Ruinen der alten Jesuitenmission San Ignacio Mini. Das Moto läuft gut, die Straßen gut ausgebaut, so komme ich auch gleich in eine Radarfalle. Der Fahrspaß ist hier nicht minder billiger als bei uns zu Hause. 180 € und das ohne Beweisfoto, das könnte ich mir in Buenos Aires in der Botschaft abholen, natürlich müsste das Motorrad für diesen Zweck stehen bleiben, also ist es vernünftiger zu zahlen, um weiterzukommen. In Buenos Aires haben wir eine Anlaufstation, eine alte Werkstätte, die viele Motoreisende ansteuern.

Wir schlagen unser Zelt im Hinterhof, wo sich eine kleine Grasfläche bietet. Am nächsten Morgen entdecke ich ein paar Ölspuren unter meinem Bike. Die Ursache liegt klar auf der Hand – Raul, der wirklich gute Hondamechaniker in Obera hatte natürlich keine BMW-Originaldichtung. Diese kleine Dichtung am Getriebeausgang wurde undicht. Bei der Wahl des Motos für diese Reise entschied ich mich bewusst für eine BMW älteren Jahrgangs mit der Annahme einer leichteren Reparaturfähigkeit in diesen Ländern. Dies war eine Fehleinschätzung, es gibt nicht mal in der BMW-Vertragswerkstatt so eine kleine Dichtung.

Ein Deutscher namens Mirko soll so ein Ersatzteil besitzen, er hält sich aber momentan in Uruguay auf. Nach einem Telefonat mit ihm mache ich mich auf den Weg. Der einfachste Weg nach Uruguay ist von Buenos Aires mit der Fähre über den Rio de la Plata überzusetzen. Um 19 Uhr legt die Fähre ab, die Überfahrt dauert eine gute Stunde. Mir bleiben 25 Minuten für den Grenzübertritt, das Teil von Mirko, der schon wie abgesprochen auf mich wartet, entgegen zu nehmen, wieder einzuchecken, die Zollabfertigung und um wieder auf die Fähre zu gelangen, die ich eben verlassen hatte.
Es geht alles gut. Gegen 23 Uhr bin ich dann wieder in der Werkstatt. Am nächsten Tag macht sich der unmotivierte Mechaniker daran, dieses Teil auszuwechseln. Mit einer derartigen Einstellung kann das nicht gut gehen. Das Ergebnis - die Dichtung hat er mit dem Hammer bearbeitet, bis sie unbrauchbar war. Unglaublich??? Jetzt ist natürlich mein Bodenpersonal in der Heimat gefordert - der Miche mit meinen Kindern schicken nun dieses so bitter notwendige Teil aus Deutschland. So schlagen wir uns nun schon seit ein paar Tagen die Zeit tot. „Nutze den Tag“ heißt die Devise. Gott sei Dank ist Buenos Aires ein Ort, wo man die Zeit gut nutzen kann. Die gigantische Hauptstadt Argentiniens, man spricht von 15 Millionen Einwohnern, hat eine Menge Sehenswürdigkeiten zu bieten Wir besichtigen u.a. die Stadtteile Recoleta mit dem bekannten alten Friedhof und dem Grab von Evita, San Telmo mit dem Trödlermarkt sowie la Poca, Stadtteil des Tangos und Diego Maradonas, der hier bei den Poca Juniors groß wurde. In das einmalige Stadion mit den steilen Tribünen können wir einen Blick werfen. Sollte dieses Wochenende ein Heimspiel stattfinden,  habe ich vor, diese Atmosphäre zu erleben.

Donnertag, 22.10. - Sonntag, 25.10.09 - das kleine Teil ist nun -mit einem kleinen Umweg über den argentinischen Zoll - angekommen. Ich musste es in der halben Stadt suchen. Die beste Möglichkeit für einen Versand aus der Heimat wäre wahrscheinlich, sofern man sich in Flughafennähe befindet, als Empfangsadresse den Zoll anzugeben und es direkt abzuholen. Nun gut, das Teil ist hier. BMW hat es mir auch gleich eingebaut - hat  nicht mal was gekostet. Eine sehr gute Werkstatt mit überaus freundlichem
Personal. Zwei Mitarbeiter waren auch dieses Jahr beim BMW-Treffen in Garmisch. Zu BMW hab ich mein Getriebe in der Tragetasche hingetragen, schon witzig. Auf alle Fälle, mein bike steht nun wieder startklar für die Weiterreise bereit. Werde heute Mittag noch eine Probetour fahren, mal sehen, ob alles dicht ist. Am Abend bekommen wir noch Besuch von netten Österreichern, von Margit und Jörg, die unsere Wege schon öfter gekreuzt haben. Wir freuen uns schon. Am Montag geht's dann endlich weiter.

Auf der Ruta 3 geht‘s erst mal bis Azul zu Posta, einer Motorradlegende. Es wird fast als Muss angesehen, wenn man als Biker durch dieses Gebiet kommt, bei Posta vorbei zu schauen. Am Abend werden dann mit Postas freunden Steaks auf einem riesigen Grill in der Werkstatt gegrillt und verzehrt. Es war das Beste was wir in Argentinien bisher gegessen haben. Gleichzeitig lief im Hintergrund ein Film von Joe Pichler, der natürlich auch hier war und in seinem letzten Bildband Posta verewigt hat. Im Garten schlagen wir unser Zelt auf. Gerne wären wir noch einen Tag bei diesen netten Leuten geblieben, aber die Zeit verstreicht, so geht‘s am Dienstag Mittag weiter. Nach 100 km die erste Pause. Mittlerweile wird bei jedem Halt ein Blick aufs Moto mit der Hoffnung auf Dichtheit aller Teile geworfen. Nach nun 400 km von Buenos Aires wird meine Hoffnung - ein gutes Gefühl hatte ich ohnehin nicht- enttäuscht. In diesem Fall gibt es nur einen Weg - den Weg zurück nach Buenos Aires in eine Fachwerkstatt. So sind wir am Abend wieder in Azul bei Posta. Am frühen  Mittwochmorgen geht’s dann wieder mal nach B.A.  zu BMW. Diese autorisierte BMW-Werkstatt, die auch einen sehr guten Ruf besitzt, ist aber für Wochen total ausgebucht. Sie können mich nicht einschieben und vermitteln mir aber eine andere BMW-Werkstatt, die alte und noch ältere BMW‘s restauriert. Sie erklären mir, dass dieser Mechanico für mein altes Bike der richtige Mann sei. Ich muss es glauben, hab auch keine andere Wahl. So brauchen wir natürlich wieder so eine verdammte Dichtung. Gott sei Dank ist die für Mirko bestimmte Dichtung noch in B.A., wenn nicht,  hätte ich nochmals nach Uruguay gemusst. Nach Aussage des Mechanikers ist die Ursache für den Verlust des Dichtrings ein simpler Verschluss der Entlüftungsleitung des Getriebes. So sind wir gestern nochmals ins Zentrum. Im Cafe Ideal sehen wir den tangotanzenden Paaren zu. Hier trifft sich die einheimische ältere Generation zu einer Art Tanztee - schön anzusehen, mit welcher Hingabe diese Menschen diesen Tanz zelibrieren. Heute, Freitag, geht’s wieder nach Azul.

 

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