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Panamericana 2008/2009

Freitag, 30.10. – Sonntag, 15.11.09 – wir sind wieder mal in Azul, bei mittlerweile Freunden. Unser Zelt haben wir diesmal gar nicht erst abgebrochen. Am Samstag fahren wir mit Pollo zu einem Motorradtreffen. Die laufen hier ungefähr wie bei uns ab - viel Alkohol und laute Musik. Am Sonntag  früh geht‘s nun endlich Richtung Süden. Nach ca. 700 km Übernachtung in Carmen de Patagones. Am Montag ist Puerto Madryn unser Ziel. Von hier aus wollen wir Peninsula Valdes erkunden. Valdes, eine vorgelagerte Halbinsel ist ein Naturreservat von höchstem Rang. Zu dieser Jahreszeit besteht die Möglichkeit zu hervorragenden Tierbeobachtungen. Bei unserem ersten Tankstop geht die unendliche Geschichte mit meinem Bike weiter. Ölverlust an der gleichen Stelle, wo mittlerweile drei  Werkstätten herumgedoktert haben, aber diesmal permanent. Uns bleibt nun keine Wahl, alle 30 km Ölkontolle und Öl nachfüllen, um ohne Getriebeschaden nach Puerto Madryn zu gelangen. Die Mechaniker können hier alles, aber anscheinend nichts richtig!! Als letzte Möglichkeit bleibt nun wirklich nur mehr, das gesamte Getriebe mit eingebauter Dichtung aus Deutschland kommen zu lassen und zu wechseln. So sitzen wir in Puerto Madryn fest und warten auf das Teil, das von Deutschland aus auf die Reise geschickt wurde. Die ganze Maßnahme dürfte ca.3 Wochen in Anspruch nehmen. Dadurch wird auch unser geplanter Rückreisetermin in Frage gestellt. Es hilft alles nichts - nur das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Es ist einfach Teil des Abenteuers.

Hier in Madryn haben wir ein gemütliches Hostal und sind in guter Gesellschaft. Peter, ein geselliger Biker aus Fulda sowie Margit und Jörg, unsere Freunde aus Austria tragen zum unterhaltsamen Aufenthalt bei. Um die Zeit zu nutzen, ziehen wir den Trip nach Valdes vor. Mit den zwei verbleibenden Motos, also Monika auf Richards und ich auf Peters Bike als Beifahrer machen wir den ca. 500km Rundkurs auf der Halbinsel. Vor allem für mich eine  ungewohnte Situation. Nicht ganz einfach, hinten zu sitzen. So verbringen wir vier Tage in Puerto Piramites und beobachten Pinguine, Seelöwen und Seelefanten. Der Höhepunkt aber ist eine Bootsfahrt zu den Walen. Wir buchen die Tour bei Sonnenuntergang. Die sich in dieser Jahreszeit paarenden Wale kommen bis zu unserem Boot und schwimmen des öfteren sogar unter diesem durch. Ein beeindruckendes Erlebnis mit bleibender Erinnerung.
Nun sind wir wieder in unserer schon gewohnten Umgebung in Madryn und warten auf das Teil aus Alemania. Laut DHL-Sendungsverfolgung ist es mittlerweile in Buenos Aires angekommen. Hoffentlich geht das gut!



Durch den Zoll. Ab da übernimmt die argentinische Post den Weitertransport. Wie lange das dauern wird, weiß man nie so genau - mal sehen.

Montag, 16.11.- Samstag, 21.11.09 - unsere Wartezeit in Madryn ist kurzweilig. Margit Joerg und Peter sind unterhaltsame Gesprächspartner.Wir haben hier in unserem Hostal eine kleine Küche. So sitzen wir abends gemütlich bei Wein, Bier, gutem Essen und
haben eine schöne Zeit. Wir sind an der Küste, so gibt es meistens Fisch. Am Donnerstag ist nun das Getriebe angekommen. Freitag konnte ich es ohne Probleme beim Zoll abholen.Am Samstag Mittag soll nun mein Bike, wie ich hoffe,  für den Rest der Reise fahrtüchtig sein. Durch diese Verzögerungen können wir unseren geplanten Rückreisetermin sicher nicht halten. In Ushuaia schneit es momentan immer wieder, so werden wir nochmal nach Chile fahren, um beim großen Travelertreff an Weihnachten dabei zu sein.

Sonntag, 22.11.09 – Montag,  30.11.09, mein Moto steht nun wieder zur Weiterfahrt bereit. Bevor wir uns aber endgültig nach Süden verabschieden, will ich meinen fahrbaren Untersatz noch testen. Es bietet sich ein Sonntagsausflug zur ca.180 km südlich gelegenen Pinguinkolonie von Punta Tombo an. Hier brüten von September bis April bis zu 500 000 Magellanpinguine. So wie es aussieht, ist mein Moto wieder reisetauglich. Das alte, eigentlich noch gute Getriebe wurde nach Alemania verschickt. Auf der Routa 3 geht‘s nun Richtung Süden. Da wir unseren geplanten Rückreisetermin ohnehin nicht halten können, das Wetter in Ushuaia noch nicht so besonders ist , ändern wir unsere Reiseroute nochmals. Wir queren Argentinen  - auf die andere Seite, ziehen den Fiz Roy, Perito Moreno sowie den Torres del Paine vor, um dann erst bis ganz nach Süden zu fahren. So müßte es sich ausgehen, um auch beim großen Travellertreff in Ushuaia zu sein. Dort wollen wir mit Freunden Weihnacht feiern. Am Montag Übernachtung in Comodoro Rivadavia, dienstags Weiterfahrt nach Puerto Deseado. Hier buchen wir eine Bootsfahrt zu einem wirklichem Naturparadies. Wir können hautnah Kormorane, Seelöwen und Raubmöwen, die sich auf dauernder Jagd von jungen Pinguinen befinden. Die wiederum haben im wahrsten Sinne alle Hände voll zu tun, um ihre Brut oder Eier vor den Raubmöwen, die teilweise direkt an der Brutstätte auf eine Unaufmerksamkeit warten, zu schützen. Übernachtung in einem sehr schönen Naturcamp. Am Mittwoch noch ein Abstecher zum steinernen Wald Bosques Petrificados. Vor 150 Mio. Jahren, als der amerikanische Kontinent noch mit Afrika verbunden war, sorgten Vulkanausbrüche mit Mineralregen für die Versteinerung dieses Waldes. Übernachtung in einer Cabana in Puerto s Julian. Am Donnerstag verlassen wir die Routa 3, um auf der 288 auf die andere Seite Argentiniens zu kreuzen. 225 km Piste, in einem guten Zustand, nur am Ende der Fahrt kam starker Sturm auf. Wir sind froh in Tres Lagos, eine gute sturmsichere Cabana zu finden. Erst hier merke ich, wie wenig Luft ich noch in meinem Hinterreifen habe. Unsere siebte Reifenpanne!!! Am Freitag geht‘s erst mal ein Stück auf die berühmteste Straße Argentiniens, die Routa 40. Diese Straße  durchquert Argentinien komplett in Nord-/Südrichtung. Sie beginnt in der Nähe der bolivianischen Grenze und endet ganz im Süden in Ushuaia - Gesamtlänge 5000 km. Nach kurzer Fahrt verlassen wir diese Traumstraße. Nun geht es nach El Chalten am Fuße des Mte. Fiz Roy, eine der schönsten aber auch eine der größten Herausforderungen für Alpinisten. Der nur 3405 m hohe Gipfel galt lange als unbezwingbar. Erst 1952 wurde dieses Ziel zum ersten mal erreicht. Sogar Messner scheiterte bei seinem ersten Versuch. Wir haben Glück mit dem Wetter. Schon von Weitem sehen wir seine zackigen Gipfel in der Sonne stehen. Meist ist er hinter Wolken versteckt. Wir haben uns für vier Nächte eine Cabana gemietet.
Samstag die erste Wanderung zu den Miradoren von Los Condores und Las Aguilas. Eine leichte zweistündige Wanderung zum Einstieg. Am Sonntag geht’s dann zur Laguna Torre, in die der Glacier Grande kalbt. Für die ca 20 km brauchen wir 6 Std. Am Montag geht eine Wanderung zu den Lagunen Madre e Hija und Capri, eine siebenstündige Rundwanderung. Alles einfach zu gehen, mit immer wieder herrlichen Aussichten auf die Zacken des Fiz Roy, sofern er sich nicht hinter Wolken versteckt.






 

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