CAIG3J6SCAF258CLCAQA3XN2CAZ02M80CA2N1J93CAMCDRTWCA26MYSVCA5CGAV5CAWL96T1CACL5ED1CA0IOAY7CAONI3HGCATFKZMJCA8S25HXCAX5X8H3CA48THBVCAROCSQFCABPS1WBCAKX7M1G
CAV06C2QCAVIRL1UCAC901L7CAJUZYJZCAL077JDCAAUI7S9CA9GFSALCAFWM0D2CAENOOMWCADMB88WCANU7NPMCAFNNYGJCA1NEFWZCA85WXYMCATXR6E3CA5AAV0PCA1J3KTPCA7XYRH2CAP2AVKF
CABJS48LCA54EF6YCA3JNP4DCAUG85SACATPSDTOCAP864ZPCANW08KQCADI92QACA60R0S1CA6ZM0V7CAAI8U0YCAPXWYRGCA8Z561MCA40O7W4CAZE0K39CAXSBLMPCA3M4ZPNCA5ZWGNVCATS3O6Y images[5]
CAD8ARZ0CAE5X8KMCAUWX1B9CAYSBEYBCA33QBU0CADV4R00CAJRD1VMCA8XUJVDCAQVZGGSCAL4TDAQCA85SHC7CAKUQE75CAC4S6M2CACHHKYICA6X6PLPCAZQO20LCA2K6MCMCA9UL9JVCA5B3P22

Panamericana 2008/2009



Montag, 03.11.08 - wir verlassen die USA und fahren nach Mexiko, Baja California. Wir gehen nicht in Tijuana, der Grenzstadt zu San Diego, sondern in Tecate, 50 km östlich von San Diego über die Grenze. Grund dafür: in Tijuana gab es im letzten Monat 140 Tote bei Kämpfen mit dem Drogenkartell. Erst vorletzte Woche lagen die Köpfe von fünf Polizisten vor einer Polizeiwache. An der ganzen mexikanischen Grenze zu den USA gab es in diesem Jahr bereits 3000 Tote durch Kämpfe. Momentan bewegen wir uns in einem brisanten Abschnitt. Der Grenzübertritt in Tecate war problemlos. Über die MEX 3 erreichen wir gegen Abend Ensenada und sind erstmals aus dem Grenzbereich, am Camp Esrero Beach.

Dienstag, 04.11.08 - Wir versuchen, die in Tecate nicht mehr erhältlichen Permits für das Moto zu bekommen. Wir wurden von Behörde zu Behörde und von Polizeistation zu Polizeistation geschickt - so hatten wir erstmals Gelegenheit, die Mentalität dieser Menschen kennenlernen. Diese Einreise-Permits sollte es dann an der Fähre zum Festland geben.

Mittwoch, 5.11.08 - nach zweistündigem Warten auf einen Versicherungsfritzen, der natürlich nicht kam, gings auf der MEX 1 weiter auf dieser 1300 km langen Halbinsel. Die Carretera Tanspeninsular bis MEX 1 erschließt die Halbinsel von Tijuana im Norden zur USA bis ganz in den Süden und verläuft an der West- als auch an der Ostküste durch Wüsten, Gebirge und Strände. 16 km südlich von Ensanada Abzweigung nach La Bufadora, wo das Meer in eine Unterwasserhöhle gepresst wird und als Fontäne nach oben schießt. Camp in Colonia Vicente Guerrero.

Donnerstag, 06.11.08 - die Straße nach Süden verläuft bis El Rosario an der Westseite, windet sich dann durch eine Wüstenregion mit unzähligen Kakteenarten. Camp im NP de Baja California, wo Kandelaberkakteen - kerzenhalterartige Kakteen - meterhoch wachsen.

Freitag, 07.11.08 - durch den NP bis zur Abzweigung 12. Der Abstecher gilt einer Schildkrötenaufzucht in Bahia Los Angeles. Schöner Camp direkt am Meer - dem Golf von Kalifornien.

Samstag 08.11.08 -die Schildkrötenstation befindet sich im Umbau, sodaß keine Besichtigung möglich ist. Wir verbringen den Tag mit Tacos con Pescado und stossen um 15 Uhr mex.Zeit. (= 24 Uhr zu Hause, 9.11. - also Monikas Geburtstag) mit Tequilla an.


Sonntag, 09.11.08 - es geht wieder zurück zur MEX 1, der Straße der Kakteen und Kreuze. Ich habe noch keine Straße gesehen an der so viele Gedenkkreuze -  meist mit Blumen geschmückt - an tragische Momente erinnern. Unzählige Kakteenarten - unter ihnen der meterhohe Sagurao - bestimmen die karge Landschaft. Wir erreichen Guerrero Negro. Die weitläufigen Lagunen bieten beste Möglichkeiten zu Walbeobachtungen. Leider erst Mitte Dezember. Übernachtung im Missionshotel. Wir können die Bikes im schönen Innenhof parken.

Montag, 10.11.08 - die MEX 1 zieht wieder an die Ostküste. Nach circa 150 km erreicht sie die an einem klarem Bach liegende Oase San Ignacio. Eine ehemalige Franziskanermission, sehr idyllisch mit einem schönen Stadtkern. Camp an einem See unter Palmen.

Dienstag, 11.11.08 - wir planen heute einen Tagesausflug. Wir mieten uns einen geländegängigen PKW mit Fahrer, besorgen uns Permits für die Höhlenmalereien von Cueva del Raton in San Fracisco del la Sierra. Die gesamte Tour mit Eintritt und Guide kostet uns rund 120 US $. Sehr wertvolle prähistorische Zeichnungen!

Mittwoch, 12.11.08 - wir brechen unsere Zelte ab, um der bekannten Oasenmission von Mulege einen Besuch abzustatten. Santa Rosa de Mulege, 1705 über der Stadt aus Naturstein erbaut, bietet einen schönen Blick über die mit Palmenhainen umgebene Oasenstadt. Camp unweit vom Meer, etwas südlich bei Villa Maria.

Donnerstag, 13.11.08 - wir fahren wieder zurück nach Santa Rosalia. Von hier aus wollen wir mit der Fähre nach Guaymas an der Westkueste von Mexico. Übernachtung im Hotel Morro. 25 € für ein Doppelzimmer, direkt am Meer, im spanischen Stil erbaut. Das schönste Hotel der bisherigen Reise.

Freitag, 14.11.08 - die Fähre zum Festland legt um 20 Uhr ab. Die Kosten für diese Überfahrt betragen für 2 Personen  und Bike  200 US $. Wir wollen uns gerade auf den Weg zur Fähre machen, da treffen wir im Hotel  fünf Biker  und zufälligerweise sind sie aus Adelshofen, einem Ort westlich von München, in dem eine meiner Töchter verheiratet ist und sich kennen (.....ja beim Kosta....). Wir verbringen die uns noch bleibende Zeit in gemütlicher und lustiger Runde. Vor der Auffahrt zur Fähre wird unser Moto noch mit Spürhunden nach Drogen untersucht.

Samstag, 15.11.08 - die Überfahrt dauert 9 Stdunden. Wir kommen um 5 Uhr früh in Guaymas noch bei Dunkelheit an. Zur Zeit geht die Sonne um 18 Uhr unter und um 6 Uhr auf. Das geht alles sehr schnell;Dämmerung gibt es fast keine. Wir fahren nach San Carlos zu Peter, einem Bekannten unseres Spanischlehrers. Dort verbringen wir zwei schöne Tage und können uns wertvolle Informationen für unsere Weiterreise einholen.

Sonntag, 16.11.08 - Abfahrt nach Navojoa und Übernachtung in Hotel Soria.

Montag, 17.11.08 - noch einen Tag in Navojoa. Besichtigung der Stadt und der Kirche.

Dienstag, 18.11.08 - Weiterfahrt auf der MEX 15 nach Los Mochis, Hotel San Marcos =familienfreundlich. Gegen 22:30 Uhr treffen Rolf und Richard ein. Sie sind die Baja bis La Paz und mit der Fähre von dort nach Los Mochis gefahren.

Mittwoch, 19.11.08 - Buchung der Zugfahrt in den Barranca del Cobre (Kupferschlucht), den Grand Canyon von Mexico. Wir buchen von Los Mochis bis Creel. Kosten 1. Klasse 80 US $.

Donnerstag, 20.11.08 - 4 Uhr morgens wecken - 5 Uhr mit dem Taxi zum Bahnhof.
Die Motos lassen wir gesichert im Hotel. Um 6 Uhr Abfahrt. Ein unvergessliches Reiseerlebnis - 10 Stunden Eisenbahnfahrt von Los Mochis am Golf von Kalifornien nach Creel durch die Klimazonen der Erde. Vom subtropischen Küstenland bis auf 2500m in das unzugängliche Bergland der Sierra Madre. Über 39 Brücken und 86 Tunnel sucht sich der Zug seinen Weg. Eine außergewöhnliche Ingenieursleistung, eine der schönsten Bahnstrecken der Erde. In El Divisadero, circa 300 km von Los Mochis, auf 2250 m hält der Zug 20 Minuten, Gelegenheit, um am nahegelegenen Aussichtspunkt das Naturschauspiel zu geniessen - drei Canyons treffen hier aufeinander, 1500 m fallen die Wände steil ab. Während der Fahrt Bekanntschaft von Birgit und Manfred aus Innsbruck. Sie geben uns gute Tipps für den weiteren Verlauf unsere Reise. Interessensgleich, was Wandmalereien aus prähistorischer Zeit betrifft. Sehr angenehme Unterhaltung. Ankunft in Creel um 16 Uhr. Hotelunterkunft im Zentrum.

Freitag, 21.11.08 - nach dem Frühstück Stadtspaziergang. Bei einer Demo am 16.8.2008 wurden 13 Menschen, darunter ein Kind, erschossen. Zur Erinnerung an diesen für Creel so schrecklichen Tag wurden Sargimitationen mit Namen und Bildern der Getöteten am Stadtplatz aufgestellt. Creel ist auch das Zentrum der Tarahumaraindianer, die bis zu 100 km am Tag laufen können. Auch der Zug trägt das Signum eines Raramuris (Läufers). Rückfahrt nach Los Mochis in der 2. Klasse - kostet genau die Hälfte und ist vollkommen ausreichend. Auch die Einheimischen benützen diesen Zug. Abfahrt 12:30 Uhr. Ankunft um Mitternacht in Los Mochis.

Samstag, 22.11.08 - es geht wieder auf die MEX15 zu unserem nächsten Ziel - Mazatlan - Ankunft gegen 18 Uhr. Unterkunft im Hotel Acuarius an der Strandpromenade.

Sonntag, 23.11.08 - Aufenthalt in Mazatlan mit Stadtbesichtigung. Der größte Hafen zwischen San Diego und Panama.

Montag, 24.11.08 - 32 km südlich von Mazatlan zweigt die MEX40 nach Durango, unserer nächsten Anlaufstation ab. Sie führt ins zentrale Hochland Mexikos. Wir geniessen die sehr schöne Motorradstrecke auf circa 2000 m Höhe. Ankunft im Pancho Villa Hotel bei  Sonnenuntergang. Eine Kühle Nacht erwartet uns. Die Motos haben wir  im momentan nicht genutzten Hotelrestaurant untergestellt.

Dienstag 25.11.08 - nach Besichtigung der Kathedrale von Durango mit sehr schönen Glockentürmen, Weiterfahrt auf der Panam MEX 45 nach Zactecas. Zacatecas, eine der schönsten Kolonialststädte der Spanier, steht auf der Liste der UNESCO als Welltkulturerbe.
Unterkunft in einem schönen Hostel(Jugenherberge) direkt neben der Kathedrale.

Mittwoch 26.11.08 - immer noch Frühaufsteher, so mach ich meinen ersten Streifzug bei Sonnenaufgang. 7:15 Uhr - meine erste Anlaufstation ist die Kathedrale. Die Mexikaner sind ein sehr gläubiges Volk. Es befinden sich zu dieser frühen Stunde schon zahlreiche Betende an diesem ruhigem Ort. Besonders beeindruckt haben mich Mütter, die mit ihren Kindern vor einer Muttergottes für ein kurzes Gebet innehielten. Während des Tages machen wir eine Besichtigung des Klosters auf dem Aussichtspunkt, 650m über der Stadt-La Bufa- Fahrt mit der Gondel. Höhepunkt ist die Besichtigung der Mine El Eden. Hier haben die Spanier unter schwersten Bedingungen Gold, Silber und Kupfer abgebaut.

Donnerstag, 27.11.08 - über Aquascalientes, einer großen Industriestadt, geht der Weg zu unserem nächsten Ziel - Lagos de Moreno. Unterkunft im Hotel El Reloj am Stadtrand.

Freitag, 28.11.08 - über Leon geht es nach Guanajuato, eine alte Kolonialstadt in einem Tal auf über 2000 m Höhe. Die Spanier haben hier mehrere grosse Silberminen entdeckt. Ein altes Flußbeet wurde trockengelegt, ehemalige Minenschächte werden als unterirdische Zufahrtstunnel durch die Stadt genutzt. Die Stadt ist bestückt mit vielen Kirchen sowie kolonialen Gebäuden. Man spürt förmlich den Reichtum vergangener Tage. Unterkunft im historischem Zentrum in einem Hostel. Motos im Gang der Rezeption abgestellt.

Samstag, 29.11.08 - Besichigung der für Mexiko so wichtigen Stadt. Als erstes die Alhondiga de Granaditas "Mexikos Bastille" genannt. Als Pater Hidalgo 1810 zum Unabhängigkeitsaufstand gegen die 300 Jahre lange Ausbeutung der Spanier aufrief, tobte in der Alhondiga eine bedeutende Schlacht. Die Spanier zogen sich in den zu dieser Zeit als Getreidespeicher genutzten Festungsbau zurück, doch die Aufständischen setzten ein Tor in Brand und verschafften sich so Zugang. Es war ein sieg von nur kurzer Dauer, denn dann nahmen die Spanier die Anführer gefangen und exekutierten sie 1811. 12 Köpfe wurden als Abschreckung an den Ecken der Alhondiga zur Schau gestellt. Heute ist der Bau eine Gedenkstaette an die großen Männer des Widerstands und Helden Mexikos. 1821 Gründung des Staates Mexico. Als nächstes Besichtigung des Geburtshauses von Diego Rivera, einem Pilgerort des großen Malers. Über 100 Exponate seines Schaffens sind hier ausgestellt.
Im Museo Las Momias sind schnell mumifizierte Leichen aus dem späten 19ten Jahrhundert zu betrachen. Eine äußerst makabre Angelegenheit. Schön auch zu sehen die vielen Kirchen mit silbernen und goldenen Altären.

Sonntag, 30.11.08 - 50km nordöstlich liegt die Stadt Dolores Hidalgo. In der dortigen Kirche rief Pater Hidalgo 1810 zum Kampf gegen die Spanier auf. Weiterfahrt nach San Miguel de Allende. An einem auf 1900m hoch gelegenen Berghang liegt diese 95.000 Einwohner zählende Stadt. Seit 1926 wacht der Denkmalschutz über die wertvolle Bausubstanz. Unterkunft im Hostel Inn, sehr sauber, in einem Vierbettzimmer=Dormitorium,mit verschlossenem Parkplatz im Hintehof für unsere Bikes.

[Home] [Monika & Karl] [Die Tour] [Vorbereitung] [Reiseberichte] [Juni 2008] [Juli 2008] [August 2008] [Sept. 2008] [Okt.2008] [Nov 2008] [Dez 2008] [Jan 2009] [Feb 2009] [März 2009] [April 2009] [Mai 2009] [Juni 2009] [Juli 2009] [August 2009] [Sept.2009] [Okt.2009] [Nov 2009] [Dez 2009] [Jan 2010] [Kontakt] [Links] [Bildergalerie]