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Panamericana 2008/2009

Mittwoch, 01.07.09 - Ausflug zum Canon del Pato, einer 15 km langen und teilweise nur 15 m breiten Schlucht. Auf einer schmalen, staubigen Straße, die durch 35 Tunnel führt, kann man dieses Naturschauspiel besichtigen. Die Anfahrt erfolgt durch des Hochtal Callejon de Huaylas, ca. 70 km nach Norden entlang dem Santafluß. Die Fahrt führt auch durch das wiedererbaute Yungay, wo sich 1970 die größte Naturkatastrophe der Anden ereignete - ein Erdbeben löste große Granit- und Eismassen und begrub die Stadt mit 18 000 Einwohnern komplett unter sich. Auch Huaraz wurde an diesem schlimmen Tag dem Erdboden gleich gemacht.

Donnerstag, 02.07.09 - Besichtigung einer der ältesten Kulturen des Kontinents, der Ruinen von Chavin de Huantar. Die Anlage liegt auf 3200 m, ca 80 km südöstlich von Huaraz. Auf der Strecke, die auf 4000 m liegende Laguna Querococha. Die Kultstätte, die als Basis der späteren Inkas gilt, ist eine außergewöhnliche 3000 Jahre alte Leistung. Besonders beeindruckend: ein dolchartiger Felsen, fein bearbeitet, bekannt als Lanzon de Chavin. Das angrenzende Museum in Bauhausarchitektur beherbergt die wertvollsten Fundstücke dieser Hochkultur.

Freitag, 03.07.09 - über Conococha, Aquia, dem 4720 m hohen Abra Yanashalla(Pass) La Union, ab hier Piste bis nach Huanuco. Wir finden ein gutes Hotel, wo wir unser Moto einige Tage sicher unterstellen können. Ab hier möchte ich mit dem Bus durch das unsichere Gebiet zwischen Tingo Maria und Pucallpa fahren. Man hat uns aber davon abgeraten, dieses einsame Teilstück mit dem Bus zu machen, da dieser nur nachts fährt und es regelmäßig zu bewaffneten Überfällen kommt. Es sei aber kein Problem, dieses 300 km lange Teilstück tagsüber zu bewältigen. Hotel el Hostal Remanso/6 € DZ

Samstag, 04.07.09 - nachdem der Vorderreifen gewechselt war  - auch auf diesem Gebiet wollte ich kein unnötiges Risiko eingehen – ging‘s also mit dem Moto kurz vor Mittag Richtung Amazonas. Es ging sehr gut voran, sodass wir noch bis Aquayta gekommen sind. Hostal San Francisco/7 € DZ

Sonntag, 05.07.09 - durch schöne, grüne Landschaft geht‘s nach Pucallpa, dem Tor zum Amazonas. Wir werden zum x-ten Mal von der Policia angehalten. Diesmal sollen wir zu schnell durch ein Dorf gefahren sein. Unsere Antworten haben wir mittlerweile systematisiert: Handschuhe ausziehen und mit Handschlag begrüßen und unser Herkunftsland bekannt geben. Alemania hat einen bei weitem höheren Stellenwert in der Beliebtheitsscala dieser Länder als beispielsweise die US-Amerikaner, auch unter dem Namen „Gringos“ bekannt. Als nächstes das Thema möglichst schnell auf die in der Bundesliga kickenden Paolo Gerero sowie Claudio Pizaro lenken. Bis jetzt haben wir nur fußballinteressierte Gesetzeswächter angetroffen und sind bis dato immer ohne Strafzettel davongekommen. Mittags sind wir in Pucallpa, Hotel Peru/ 6 € DZ. Nachmittags mit dem Mototaxi nach Yarinacocha, einem ca.8 km von Pucallpa gelegenen Altwassersee. Wir buchen in Puerto Callao eine dreitägige Dschungeltour.

Montag, 06.07. – Mittwoch, 08.07.09 - der Trip kostet 220$ und beinhaltet die Tour an sich mit Besichtigung von mehreren Shipibo (Indiodörfern), einer mehrstündigen Dschungelwanderung, Fahrt mit einem motorisierten Kanu, Verpflegung sowie die Übernachtung in solchen Dörfern. Ein außergewöhnliches Erlebnis mit einer beschwerlichen Wanderung im Dschungel bei Regen und hoher Luftfeuchtigkeit, angeln und zubereiten von Piranhas, leben und überleben im Dschungel. Wir haben gesehen, wie die Menschen hier in diesen harten Breiten leben und mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben. Die hygienischen Verhältnisse, das Gesundheitssystem, das Bildungssystem (wir haben in der Schule eines Shipibodorfes geschlafen) oder die permanenten Angriffe von Moskitos. Um 18 Uhr müssen alle unter einem schützenden Netz sein, sonst wird es richtig unangenehm. Alle Gebäude sind offene Holzhütten auf Pfählen, mit Blattwerk bedeckt. Ein in der Erinnerung sicher langfristig bleibendes Erlebnis, dass einen dankbar werden lässt. Tourveranstalter sind die Tres Hermanitos, Mario mit seinem Sohn - zwei Menschen, die wir ins Herz geschlossen haben.

Donnerstag, 09.07.09 - noch ein Tag in Pucallpa. Es ist der letzte Tag eines dreitägigen Generalstreiks in Peru. Wenn jemand glaubt, an so einem Tag in Peru reisen zu müssen, setzt sich einer Gefahr aus, die nicht einzuschätzen ist.

Freitag, 10.07. – Samstag, 11.07.09 - für die ca. 900 km von Pucallpa nach Lima benötigen wir zwei Tage. Wir durchfahren die Klimazonen dieses Landes. Pucallpa liegt auf 200m über NN, Lima am Meer. Die Strecke führt wieder zurück über Tingo Maria nach Huanuco. Übernachtung im gleichen Hotel wie bei der Hinfahrt. Am Samstag geht`s dann wieder hoch in die Anden. Über Cerro de Pasco, Junin,La Oroya, San Mateo mit dem Pass Abra de Anticona (4843m). Eine herrliche Hochstraße, durchwegs zwischen 4000 und 4500 m hoch verlaufend. Am Spätnachmittag in Lima, Hotel Villaran-Surco, Miraflores- 14 €/DZ


Montag, 12.07.- Mittwoch, 15.07.09 - die Besichtigung dieser 8 Mio-Großstadt dauert drei Tage. Wir besichtigen das historische Zentrum um die Plaza de Armas mit den vielen Kirchen, vor allem die Kathedrale mit dem Grab Pizarros ,oder das Franziskanerkonvent sind ein Muss. Alles natürlich Weltkulturerbe. Der moderne Stadtteil Miraflores, der auch Villen wie in reichen Vierteln einer europäischen Stadt beherbergt. Das Künstlerviertel Barranco, ein Stadtteil, das zum Spaziergang einlädt.

Donnerstag, 16.07.09 - noch ein Tag in Lima. Die Sitzbank meines Motos kriegt einen neuen Lederbezug. Auch die Bremsscheibe am Vorderrad ist locker, muss nachgezogen werden.

Freitag, 17.07.09 - das nächste Etappenziel ist die Halbinsel Paracas. Sie liegt ca. 250 km südlich von Lima auf der Panamericana. Zu rechter Hand der Pazifik und links karge, trockene Landschaft. Es herrscht dichter Nebel, ganz normal für diese Jahreszeit. Station in Pisco, dies ist der beste Ausgangspunkt für den Besuch des Naturreservats Paracas und die Balestas-Inseln. Hotel la Casona/10 € DZ

Samstag, 18.07.09 - wir machen die Islas Balestas. Auf diesen rauen, felsigen Inseln leben seltene Humboldpinguine, Seelöwen, Inkaschwalben und die Guano Tölpel, deren Kot früher als Düngemittel Gold wert war. Auf die Insel gehen Boote vom Fischerdorf Playa Chaco, die Überfahrt kostet 10$/Person.

Sonntag, 19.07.09 - Fahrt nach Huacachina, einer in der Nähe von Ica liegenden Oase. Der Sage nach soll hier an diesem Ort (huaca) eine Frau (China) so viele Tränen um ihren Geliebten vergossen haben, dass sich hier eine Lagune gebildet hat. Ein malerischer Ort, wo viele Reisende anhalten, um ein paar Tage zu entspannen oder in den Düenen zu surfen. Wir bleiben zwei Tage und machen eine Besichtigung von Ica und von mehreren
Weingütern. Ica ist das Zentrum der bekannten Pisco-Weine, aber vor allem aber des gleichnamigen Traubenschnapses. Hostal Pananas/DZ7 €.

Dienstag, 21.07.09 - mit Ausblicken zur Pazifikküste geht unsere Reise weiter zur Hchebene von Nazca. Hier befinden sich in der Pampa Colorado auf einer Fläcche von 700 qkm die berühmten Scharrbilder der über 2000 Jahre alten Nazcakultur. Mit einem Rundflug (60 €) kann man die Darstellungen von Tieren, Menschen oder geometrischen Figuren am Besten erkennen. Man weiss bis heute nicht, was diese Kultur mit den Scharrbildern bezwecken wollte. Es gibt unterschiedlichste Theorien- von Landebahnen
ausserirdischen oder grossen astronomischen Kalendern- diese Ansicht vertrat Maria Reiche,eine Mathematikerin aus Dresden, die hier ein halbes Leben der Erforschung der Linien opferte.-Heute nehmen die Wissenschaftler an , dass es sich um Relikte eines Wasserkults handelt. Wir bleiben auch hier 2 Tage und besichtigen unter anderem noch das Maria-Reiche-Museum, die Gräber von Chauchilla sowie das bedeutende Nazcazentum von Cahuachi, dass über eine unbefestigte Straße zu erreichen ist.
Hotel Alegria/DZ 10€

Donnerstag, 23.07.09 - Freitag 24.07.09 - für die Strecke nach Cusco, ca.670 km auf der 26A habe ich zwei Tage eingeplant. Sie führt uns wieder über die Anden mit fünf Pässen mit mehr als 4000 Metern. In Puquio war ein nicht angesagter Streik, das bedeutet Straßensperre. Wartente LKW-Fahrer heben meine Maschine kurzerhand über die Baumsperre- natürlich mit Genehmigung der Streikenden - Zwischenübernachtung in Chalhuanca. Hotel la Plaza/DZ 6€

Samstag, 25.07.09 - Cusco, die stadt der jeder Perureisende einen Besuch abstattet, liegt auf 3600 m. Sie ist die älteste noch bestehende Stadt des Kontinents. Der Name bedeutet in der Quechuasprache “Nabel der Welt”. Man weiß heute, daß sie schon lange vor der Inkaherrschaft, 5000 Jahre vor unserer Zeitrechnung existierte. Als die Spanier ihren Eroberungsfeldzug in Amerika begannen, träumten sie von dieser mythen- umwobenen Stadt. Sie erreichten sie im November 1533 und konnten sie kampflos einnehmen. Ihre Erwartungen wurden vollends erfüllt. Sie waren von dem Glanz der Stadt überwältigt. Der zentrale Platz der Freude war mit einer 250 m langen Goldkette umspannt. Paläste mit goldenen Türrahmen, gold-und silberverzierte Wände prägten das Stadtbild. Mit mächtigen Granitblöcken, die Kanten so fein verarbeitet, daß eine Mörtelfuge zum versetzen nicht notwendig war- Mörtel ist die Schwachstelle eines Mauerwerks -zeugen von einer wirklichen Baukunst. Es ist bis heute noch nicht genau nachvollziehbar, wie die Inkas bis zu 12 eckige, tonnenschwere Granitquater zu einem homogenen Zyklopenmauerwerk zusammenfügten, das viele Erdbeben ohne Bschädigung überstand. Die Spanier haben diese Stadt bis zu den heute noch bestehenden Grundmauern abgetragen und darauf Kirchen und ihre kolonialen Gebäude errichtet. Kultureller Höhepunkt einer Perureise. Die günstigste Möglichkeit, die Sehenswürdigkeiten der Stadt und dem heiligen Tal der Inka zu besichtigen, ist der Erwerb eines Boleto Turistico. Kaufpreis 130 soles, 33 €. Wir besichtigten an diesem Tag noch Sacsayhuaman. Von diesem Inkafort stehen noch die Grundmauern. Auf diesem Areal über der Stadt fand eine der erbittertsten Schlachten zwischen den Spaniern und dem letzten Inka Manco Inca statt. Tausende tote lagen nach der Niederlage der Inkas auf dem Schlachtfeld und soll Schwärme von aasfressenden Andenkondore angelockt haben.

Sonntag, 26.07.09 - ein Ausflug zu dem ca.30 km nordöstlich auf 2700 m liegendem Andendorf Ppisac. Berühmt wegen seines sonntäglichen Marktes sowie der Inkafestung, die über gut erhaltene Terrassenfelder zu erreichen ist.

Dienstag, 28.07.09 - die archäologischen Stätten von Tampumachay, Puka Pucara und Kenko erreichen wir, indem wir mit einem Bus bis zur 8 km entfernten Ruine von Tampumachay auf 3700 m fahren und dann die auf dem Weg liegende Stätte zu Fuß besichtigten.

Mittwoch, 29.07.09 - eine Begehung des berühmten Inkatrails war leider nicht möglich, man hätte diese drei Monate vorher buchen müssen. Der Inkatrail endet in der verlorenen Stadt, dem bekannesten Bauwerk Südamerikas - Machu Picchu. So wählte ich den Landweg mit dem Moto durch das heilige Tal der Inka bis nach Santa Teresa, um von da aus diesen spektakulären, geheimnisvollen Ort zu bereisen. Auf dem Weg nach Ollantaytambo, das von einer mächtigen Festung beherrscht wird, statten wir noch den Salinas sowie den Terrassen von Moray einen Besuch ab. Diese Anlagen liegen ca.
20 km von Urubamba entfernt. So schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe.
Hosp.las Portados/DZ 8 €

Donnerstag, 30.07.09 - bei schöem, aber kaltem Wetter gehts erst mal über den 4316m hohen Malaga Paß. Es muß in der Nacht geregnet haben, denn der Paß war wegen Eis gesperrt. Es hat sich eine Schlange gebildet, wo sich auch einige Fahrzeuge quer stellten. Es ist halt Winter südlich des Äquators und je weiter wir nach Süden kommen,um so frostiger wird es. Hier wird kein salz gestreut, man wartet auf die wärmende Sonne, die das Eis wegtaut und das dauert drei Stunden. Die Fahrt ab dem Paß bis Santa Teresa dauert drei Stunden. Nach Ankunft in Teresa Moto in Garage, mit dem Taxi zum Bahnhof. Aguas Calientes ist die Endhaltestelle des Zuges nach Machu Picchu. In Aguas Calientes angekommen muß man sich gleich die Eintrittskarten für den nächsten Tag nach Machu Picchu besorgen. Eintritt 30 €, Bus mit Rückfahrt 10 € pro Person.
Hostal los Caminantes/DZ 9€

Freitag, 31.07.09 - Machu Picchu. Um auf den Huayna Picchu, dem steilen Berg hinter den Ruinen zu gelangen, muß man unter den ersten 400 Besuchern sein. Einlass ist bei Sonnenaufgang, also um 6 Uhr. Wir waren um 4:45 Uhr an der Bushaltestelle, um 05:30 Uhr  ist Abfahrt. Als wir dort ankamen, standen bereits 550 Menschen in der Schlange. Wir stiegen in den elften Bus und waren um halb sieben in der Anlage. Der Touristenansturm beträgt in der momentanen Hochsaison täglich  mehrere Tausend.
Die imposante Ruinenstadt, von den Spaniern unentdeckt, im Urubambatal auf 2400 m liegend wurde von dem amerikanischem Forscher bingham  1911 wiederentdeckt. Es gibt die unterschiedlichsten Theorien über diesen Ort. Allerdings weiß man, daß die Inkas die Stadt an dieser schwer zugänglichen Stelle erbauten, um sich vor feindlichen Angriffen zu schützen. Machu Picchu diente als zeremonielles und astronomisches Zentrum, bestehend aus zwei Teilbereichen: im Süden die landwirtschaftliche Zone mit Andenterrassen und Aquädukten, im Norden die städtische, d.h.die eigentliche Stadt mit Tempelanlagen, Aussichtspunkten, Werkstätten und heiligen Grabstätten. Über die Mythen hinaus zeigt sich hier die große Weisheit und Kunst der Inkas. Ein Erlebnis,was einem ein Leben lang begleitet. Nach der Besichtigung mit dem Zug und Bus zurück nach Santa Teresa. Hostal Inka Jungle/DZ 7 €

 

 

 

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