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Panamericana 2008/2009

Weiterfahrt auf dem teilweise holprigen Hwy nach Tok. Die Hwy's sind, wie man sie aus den üblichen Filmen oder Kalendern kennt, schnurgerade - für einen Motorbiker einschläfernd langweilig - mit herrlicher Naturbegleitung.
In Tok, einem Naturcamp 3 km westlich am Cleen Hwy, Soudoueh Park gelegen. Der Cleen Hwy ist in den Karten mit grünen Punkten markiert, was soviel wie landschaftlich reizvoll bedeutet.
Er führt bis Chickaloon, einem Freicamp an der Tankstelle mit einem urigen Lokal. Die Betreiberin, ein Nachkriegsprodukt aus Augsburg. Ein schöner Platz, an dem sich ein Landshuter, der mit dem Fahrrad unterwegs ist, zu uns gesellt.


Mittwoch, 02.07. Anchorage

Map_Anchorage

Zuerst Besuch bei Alaska Leader, einem Motorradausrüster, um unser Equipment zu vervollständigen, zu erneuern oder den Anforderungen anzupassen. Ich für meinen Teil brauche einen neuen Helm und Safety-Jacket und Reifen zum Mitnehmen.

Übrigens läuft meine Dakar hervorragend. Hab mich mit ihr angefreundet. Bedanke mich beim Guggenberger für seine Arbeit und Mühe!

Danach unser erster McDonald´s - Big Mäc -wird nicht meine Leibspeise!
Weiterfahrt nach Whittier, einem wichtigen Militärstützpunkt im 2. Weltkrieg.
In Whittier, was nur durch einen engen Tunnel , mit dem Hubschrauber oder der Fähre erreichbar ist, sind wir auf einem Campground inmitten eines schneebedeckten Bergkessels. Am 24.06. treibt sich ein Bär in diesem Camp rum.
Whittier - Ausgangspunkt für eine College Fjordfährfahrt - ein unbedingtes Muss für einen Alaskareisenden. Die Fahrt zu den “26 Glaciers” kostet mit guter Verpflegung 133.00 $.
Dauerregen - schade. Regen den ganzen Tag und teilweise auch nachts.
04.07. Nationalfeiertag der Amerikaner. Rolf zum Angeln Richtung Kenai.

Hafen Whittier

Von Whittier nach Tok 04.-11.07
Nachdem wir unseren zweiten Reisebericht versandt haben, Rolf war gerade erfolgreich vom Lachsfischen zurückgekehrt, lud uns ein Amerikaner zum "Halibut" ein - der beste Fisch meines Lebens!!
Zurück nach Anchorage zu "Alaska Leader" - Freicamp bei Harley - sehr gute Bikeratmosphäre.

6.7. Fahrt nach Seward in den Süden der Kenai Halbinsel auf dem Sterling Hwy mit einem Abstecher nach Hope, einem nostalgischen Fischerort.

7.7 Eigentlich wollten wir nochmal nach Süden zum Portage-Gletscher, aber wegen des schlechten Wetters sind wir gleich Richtung Norden auf dem Georgepark Hwy ueber Wasilla nach Carlo Creek durchgestartet.
Abends noch Weiterfahrt zum Denalipark, Kartenorganisation 40$.
Nach einem freien Tag zur Ausrüstungsinstandsetzung und Körperpflege am 9.7 Parkbesichtigung bis Wonderlake - 11 Stunden mit dem Bus. Diesmal hatten wir Glück mit dem Wetter und konnten die weissen Spitzen des Mc Kinley, der höchsten Erhebung der Rockies sehen.

10.7. Weiterfahrt auf dem Denali Hwy - eine "Gravel Road".
Als gravel roads werden die Straßen dieser Erde bezeichnet, die man mehr oder weniger befestigt, mit Schotter bedeckt und wie ein Waschbrett ausgefahren sind, genannt Pisten.
Aus der Sicht meiner Daki - so wird meine Dakar in der Zwischenzeit liebevoll gerufen - stellt sich das wie folgt dar: "jetzt habe ich gerade das rentenfähige Alter von 18 Jahren erreicht, da scheucht mich dieser Karl mit Monika, samt Gepäck auch noch auf solche Pisten; da werde ich nochmal so richtig durchgerüttelt auf meine alten Tage - das ist doch Daki-unwürdig und trotzdem freue ich mich schon wieder auf morgen, denn jeder Tag bringt neue Abenteuer und herrliche Erlebnisse. Ich jedenfalls gebe mein Bestes, ich werde es schon durchhalten, aber wie sieht es mit meinen alten Reitern aus??"
In Paxon nach Delta Junction auf dem Richardson Hwy - eine sehr schöne Strecke. Übernachtung auf einem Naturpark in DJ.
In der Früh geht es auf dem Alaska Hwy nach Tok, zum alten Camp Ground Sourdough. Wir legen einen Erholungs-, Wasch- und Berichtstag ein.

Rolfs_fireplace04

Samstag,12.7.
Nach Einnahme eines typisch amerikanischen Frühstücks in einer Bar in Tok geht es nun nordwärts.
Es geht auf dem Taylor Hwy nach Eagle, einem Goldgräbernest am Yukon River. Nach dem Goldboom blieben noch 12o Leute.
Ab Chicken, einem Bergbaudorf, geht der Tayler in einer gut befahrbaren Gravelroad durch beeindruckende Landschaft über. Wieder bestes Lagerfeuer durch unseren Feuerbeauftragten namens Rolf.

Morgen reiten wir nach Dawson City, um uns den Staub aus den Kehlen zu spülen. Der Ritt nach Dawson war ein absolutes Highlight. Der Rückweg 105 km Piste, dann auf dem Top of World Hwy. Er verdient den  Namen - eine Panoramastrecke zwischen Alaska und Yukon über tolle Bergketten und grüne Täler. Nachdem wir unseren Campground an der Südseite der Stadt belegt haben, geht es mit der Fähre in die Stadt. Geldwechsel und ab in den Salon.
Das grosse Bier, mit dem bei uns in Bayern zu vergleichen, nennt man Pitcher mit circa 1,8 ltr!
Danach waren zumindest unsere Kehlen staubfrei.
Am Abend Vorbereitung für unser erstes großes Abenteuer - dem Dempster Hwy-ob es ein Abenteuer wird, hängt vom Wetter ab. Momentan sieht es gut aus. Letzte Woche war es die Hölle, 1440 km Dreckspiste.

Einstieg in den Dempster02
Die Freude auf gutes Wetter war eine Fehlannahme. 5 Uhr früh Regen. Wir entscheiden, an diesem Tag nicht zu fahren. Gegen Mittag hellte es auf und ich entschloß, da wir auch einen gewissen Vorsprung benötigen,als Beifahrerbike loszufahren. 15:30 Uhr Einstieg in den Dampster!!!!!!!
Eine Stunde Begeisterung mit Sonne und dann ging der große Regen los bis Eagle Plains. Höllentrip nach 369 km Ankunft voller Dreck um Mitternacht bei Sonnenschein! Motel geschlossen. Zwischen Wasch-und Trockenmaschine genächtigt.
Am nächsten Morgen nach gutem Frühstück Weiterfahrt auf guter Strecke über den Arctic Circle 66 Grad 33 Min.(Polarkreis) nach zwei Fährübersetzungen mit Ankunft in Inuvik Camp. Am nächsten Tag begehen wir Inuvik - eine Stadt, der die sogenannte Zivilisation beschert wurde. Was sie gebracht hat sind offensichtlich Motivations- und Alkoholprobleme der Jugend. Die Bewohner sind überwiegend Inuit,was in deren Sprache Rohfleischesser heißt. Am Mc Kenzy geht zwischen 25.5.und 18.7 die Sonne nicht unter(Mittsommernacht)und zwischen 6.12.und 5.1. gibt es kein Sonnenlicht.

17.7.Wiedereinstieg in den Last Frontier (letzte Herausforderung)
Dampster bei gutem Wetter, es geht schnell vorwärts. Bei Ankunft in Eagle Plains 37 km südlich vom Polarkreis Gewitterregen, der sich über die Nacht fortsetzt. An Weiterfahrt ist nicht zu denken, wir nehmen ein Zimmer,140 Canadische $, eine Maß Bier 18 $ - und es schmeckt auch noch.
Insgesamt bleiben wir zwei Nächte in Eagle. Heute kamen 5 Bikes auf LKW's verladen an - wurden auf der Strecke aufgesammelt.
Am Samstag Rückfahrt nach Dawson. Schlechte Strasse, teilweise Regen.
Alles gut gegangen!!!!!!

Sonntag zur freien Verfügung heißt soviel wie "Maschine vom eingetrockneten Schlamm befreien & persönliche Ausrüstung wieder auf Vordermann bringen".
Nachtrag zum Dempster Hwy:
In Eagle Plains trafen wir wieder,wie es der Zufall will,wieder auf den Walter von Rotel Tours, der inzwischen mit einer neuen Gruppe Richtung Inuvik unterwegs in Eagle einen Zwischenstopp einlegte.
Das war eine Wiedersehensfreude!
Am Samstag, dem gleichen Tag unserer Rückfahrt verunglückte ein uns unbekannter Biker mit seiner GS so schwer, daß ein Hubschrauber von Nöten war.

In Dawson ist an diesem Wochenende ein großes Musikvestival. Die ganze Stadt, in der man in allen Ecken und Enden noch den Flair vergangener Tage der Klondike Goldrushära um 1900 spürt, ist üeberfüllt mit Musikbegeisterten wie in Haidlfing beim Cubafest. Ein paar dieser nostalgischen Kneipen mit Lifemusik galt unser Besuch.
Am Montag Abfahrt auf dem Klondike Hwy, circa 52o km bis Takhini
Hotspring, einem Camp mit heißen Quellen. Natürlich genossen wir den Aufenthalt und erholten uns in dem sprudelndem Nass.

Am 23.07. Weiterfahrt über Whitehorse mit Stadtbesichtigung auf dem Alaska Hwy Richtung Watsonlake, unserem nächsten Ziel. Bei Jakes Corner zweigen wir einem Insidertip folgend auf die Adlinroad 100 km Sackgasse nach Adlin am Adlin Lake ab - eines der schönsten Landstriche Kanadas.
Es ist ja fast nicht zu glauben - nichts ahnend steuern wir das Camp von Adlin an und wer stand schon da? Natürlich Walter mit seiner Gruppe.
Von ihm erfuhren wir,daß auch er den Weg nach Inuvik nicht geschafft hat.
Teilweise musste er aus dem Dreck gezogen werden. Auch den Top of the World Hwy haben sie gesperrt. Anscheinend waren wir in diesem Zeitabschnitt eine der wenigen glücklichen, die die komplette Strecke geschafft haben.
Nach einem weiterem Tag in Adlin Abfahrt nach Watson Lake.
Besichtigung des beruehmten Schilderwaldes mit ca 7o.ooo Ortsnahmen aus aller Welt.
Zurück auf dem Hwy 37 nach Iskut. Camp am Eddontenenajan Lake.
Rolfs erstes Anglerglück!!!!!!! zwei lausige Regenbogenforellen.
Am Samstag Weiterfahrt nach Steward-Hyder, wo wir die Lachse zu deren Laichzug erwarten.

Heyder eine Enttäeuschung.
Die Lachse haben wegen des langen Winters Verspätung.
Lachse, die nach circa 3 bis 4 Jahren ihre Geschlechtsreife erreichen, kehren wieder an ihren Zeugungsort in seichtes Süßwasser zurück, um selbst zu laichen. Sie sind dann selber ausgehungert und leichte Beute für Bären und Weißkopfadler. Sie sind erst in geringer Zahl eingetroffen - viel zuwenig für das erhoffte Bären--Lachs-Seeadlerschauspiel. Nur Bären stapfen vereinzelt suchend durch das Gewässer.
Abfahrt ohne die erhoffte Reisevorstellung üeber Kitwanger nach Housten .
Üebernachtung in einem Motel, um unsere im Dauerregen durchnäßten Klamotten zu trocknen.
Dienstag, 29.07. - wieder bei schönem Wetter auf dem Yellowhead Hwy nach Prince George.
Erste Reifenpanne - zwei leicht undichte stellen am Hinterreifen. Früh genug bemerkt, eine “Tire Garage” machte gute Arbeit und ich weiss jetzt über Montage eines Hinterreifens Bescheid. Übrigens läuft mein Bike super - "Bedanke mich, Guggenberger"!!
Am Mittwoch Weiterfahrt auf dem Yellowhead 16 bis zum Mount Robson am Rande des Jasper Nationalparks, dem mit 3954 mt höchsten Berg der canadischen Rockies.
Camp im Nationalpark.
Am Donnerstag herrliche Bergtour, immer am mount Robson entlang dem Berg Lake Trail.
Die ausgiebige Tour  über circa 5o km am Robson River mit circa 8oo Höhenmeter, vorbei an Wasserfällen und Bergseen, die die umliegenden Gipfeln wiederspiegeln, läßt uns erst nach 13 Stunden zurück kehren.
Am Freitag, 01.08. legen wir einen verdienten Erholungstag ein.

 

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