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Panamericana 2008/2009

Freitag, 01.01.10 – Donnerstag, 07.01.10 - mit dem unguten Gefähl „wie geht es mit dem Moto weiter“ gehts nun über El Bolsen nach Bariloche. Für mich wäre es erst mal wichtig, über die Grenze nach Chile zu kommen. Abschleppen über die Grenze, wahrscheinlich nicht einfach. Das geht schon mal gut. Bariloche total ausgebucht, so müssen wir sogar
das Hotel wechseln. Alles sehr touristisch, es sieht hier aus wie an einem der Schweizer Seen. Schöne Landschaft mit vielen Blumen am Wegesrand. Wir machen hier noch eine kleine Rundfahrt nach Llao Llao. Am Montag geht‘s nun endlich über die ersehnte Grenze nach Chile. Das erste Etappenziel Osorno erreichen wir bei leichtem Regen. Das Moto hat sich gut gehalten. Bevor wir unser nächstes Ziel Valdivia ansteuern, statten wir Uwe und Susann noch einen Besuch ab. Wir haben sie in Ushuaia kennengelernt. Sie haben ein Grundstück in Las Cascadas am Lago Ilanquihue, direkt am Fuße des Vulkan Osorno. sehr schön. Am späten Nachmittag treffen wir in Valdivia ein. Eine der schönsten Städte Chiles mit deutschem Ursprung. Es gibt einen schönen Fisch- und Obstmarkt. Wir besichtigen auch die in Chile überaus bekannte Brauerei Kunstmann. Alle acht hier gebrauten Biersorten haben wir probiert und als Abschluss noch zwei Schaumhalbe in Vorfreude auf zuhause genossen. Wir freuen uns nun am Ende der Reise auf unsere Heimat. Morgen, Freitag soll‘s wieder ein Stück in diese Richtung gehen.

Freitag, 08.01.- Mittwoch, 20.01.10 - über Chillan, Pichilemu erreichen wir am Sonntag Valparaiso. In Valparaiso haben wir eine Anlaufstation, Villa Kunterbunt. Hier
betreibt Martina, eine Deutsche, mit einem Chilenen verheiratet, ein Hostel mit dem Zusatzservice, Motorräder zu verschiffen. Die Villa hat im oberen Stockwerk noch ein sogenanntes Turmzimmer mit Ausblick auf alle Seiten. Dies ist unsere Bleibe mit herrlichem Blick über die Stadt. Es ist halt auch ein Treffpunkt für Biker. Es sind mehrere Deutsche da, so gibt es natürlich immer einen regen Erfahrungsaustausch mit diesen
Motogesellen. Nach und nach werden die notwendigen schriftlichen Formalitäten, aber
auch die Kiste für den Transport vorbereitet. Es ist wirklich eine gute Adresse für diesen Zweck. Valparaiso (Tal im Paradies) ist keine Naturschönheit, wie man vielleicht
vermuten möchte, sondern eine bunte Häusersammlung gegen die steilen Berghänge gebaut. Seit über hundert Jahren kann man mit 45 Seilbahnen oder Aufzügen die Höhenunterschiede erklimmen. Sie prägen das Stadtbild. Sie hat auch das unheimliche Flair einer Hafenstadt mit verrufenem Hafenviertel. Pablo Neruda, der bekannteste Schriftsteller Chiles-, gab Valparaisoliebhabern den Ratschlag „Geh durch die Treppen dieser Stadt und du kennst die ganze Welt“. Er traf damit sicher den Facettenreichtum der Stadt. Wir verbringen hier eine schöne Zeit. Die Kosten für die Verschiffung - zur Info für Biker betragen: Verschiffung und Zoll Valparaiso 570  €; Kiste für Moto mit Transport zum Zoll sowie aufwand für Martina 295 €, also gesamt 865 €. In Deutschland kommen noch circa 300 € Hafen- und Zollgebühr sowie 210 € Heimtransport hinzu. Das moto hat nun nach 74000 gefahrenen km seine wohlverdiente Heimreise auf dem Seeweg angetreten. Als weiteren kulturellen Höhepunkt wollen wir den Osterinseln einen  Besuch abstatten. Den Flug dort hin haben wir im Internet gebucht. Dieses, 3800 km vom Festland entfernt liegende Eiland wird nur von Santiago aus angeflogen. Es geht erst mit dem Bus nach Santiago und von da aus der Flug dahin. Der Name Osterinsel stammt vom holländischen Kapitän Roggeveen, der sie 1722 entdeckte. Von den Bewohnern - es  waren damals ausschließlich Polynesier - wurden die Europäer wie Götter empfangen. Rapa Nui, so wird die Insel von den Bewohnern genannt, ist eine reine Vulkaninsel und über Jahrmillionen aus mehreren Vulkanen zusammengewachsen. Zur Besiedelung kam es, weil Völker aus dem südostasiatischen Raum vor den sintflutartigen Überschwemmungen  der letzten Eiszeit flohen. Ihr Entdeckungsdrang trieb sie tief in den pazifischen Raum. Die Osterinsel ist der am weitesten von einem bewohnten Ort entfernte Flecken Erde. Die Bewohner, sie nannten sich Maohi, erbauten hier zu Ehren ihrer vorfahren meterhohe Megalith-Kultstätten. über tausend Jahre hatte diese Hochkultur, die bis heute noch nicht entschlüsselt ist und noch viele Rätsel aufgibt, Bestand. Wir wohnen hier bei einer sehr netten Familie, die uns Martina aus Valparaiso vermittelt hat. Die Kultstätten haben wir mit Jeep und zu Fuß besucht. Es ist schon ein komisches Gefühl, nach nun fast 20 Monaten wieder am Steuer eines Autos zu sitzen. Am Anfang unserer reise konnte ich mir nicht vorstellen, die Osterinsel nicht zu besuchen, aber am Ende der Reise, mit der Vorfreude auf die immer näher rückende Heimat, hätten wir uns es bald wie man so sagt abkaufen lassen. Es wäre ein Fehler gewesen. Es war wirklich noch mal ein herrlicher Höhepunkt - fantastisch.

Mittwoch, 20.01. – Dienstag, 26.01. - am Flughafen in Santiago werden wir von Juan, dem Bruder unserer Vermieterin auf der Osterinsel, abgeholt. Er wohnt direkt im Centro und da seine Familie jetzt ebenfalls gerade in den Ferien ist, können wir bei ihm Unterschlupf finden. Wir organisieren den Heimflug. Es geht nun endgültig am Sonntag, den 24.01. zurück in die Heimat. Hier in Santiago lassen wir es ruhig auslaufen. Wir besichtigen nur noch die historischen Sehenswürdigkeiten um die Plaza de Armas, dem Waffenplatz. Es ist momentan sehr heiß in Santiago. Am Sonntag besuchen wir noch mal einen Gottesdienst in der Kathedrale. Die beste Gelegenheit „danke“ zu sagen, dass jemand eine schützende Hand über uns gehalten hat, so dass wir dieses Abenteuer bei bester Gesundheit überstanden haben. Am Abend gehts dann mit Juan zum Flughafen. Über Atlanta, dem Knotenpunkt in den USA, landen wir am Dienstag Früh um 8 Uhr bei Schneefall und Minusgraden in München. Ein Temperaturschock, aber auch sehr schön. Die Reise ist nun zu Ende!!!

Wir haben in diesen knapp 20 Monate Eindrücke gesammelt, die uns vielleicht auch ein wenig verändert haben. Herrliche Naturwunder bestaunt, wunderbare Menschen kennen gelernt, auch einige Male unsere Grenzen ausgelotet. Aber auch viele Dinge gesehen, die im Herzen weh tun. Dinge, mit denen Menschen in diesen Breiten zu leben haben. Ich habe aber auch keinen Ort oder ein Land gesehen, das ich lebenswerter finde als unsere Heimat. Wir sind wieder froh, zuhause zu sein, um uns auf die nächste Reise zu freuen. Vielen Dank an all diejenigen, die uns so sehr unterstützt haben - vor allem unsere Kinder und Geschwister zuhause.
 

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