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Panamericana 2008/2009

Donnerstag, 01.01.09 bis Mittwoch, 07.01.09

In San Cristobal glaubten wir, uns ein bißchen erholen zu können, dem war nicht so. Die Sprachenschule nahm uns ganz schön in Anspruch. Bis Mittag Unterricht von zwei wechselnden Lehrern -Antonio und Dario-, die mächtig Gas gaben.
Nachmittags hieß es dann, den Stoff mit Hausaufgaben nochmals aufarbeiten.
Da blieb nicht viel Zeit für Besichtigungen. Abends in die Stadt zum Essen und zum Abschluß noch ein Bier. Hat aber so richtig Spaß gemacht. Die Sprachschule "Jovel" im Zentrum gelegen, kann man bestens weiterempfehlen.

Seit 02.01.09  sind wir wieder allein unterwegs.

Sonntag, 04.01.09 - es bleibt Zeit für einen Ausflug nach Tenejape, einem Indiodorf  circa 30 km von Cristobal entfernt mit Besuch des sonntäglichen Marktes. .

Montag - Mittwoch Schule!

Donnerstag, 08.01.09 - Ausflug nach San Juan Chamula, dem meistbesuchten Dorf in Chiapas, das religiöse Zentrum der in den umliegenden Bergen lebenden Chamulaindianer. In der San Juan geweihten Kirche geht es für einen Katholiken eigenartig zu. Die dem katholischen Glauben angehörenden Indios haben auch noch alte Riten der Majas im Glauben verankert. Die Kirche akzeptiert das. Der Boden der Kirche ist mit Kiefernnadeln bedeckt, es brennen überall Kerzen. Auf dem Boden sitzende Indios, betend, singend, unterhalten sich angeregt miteinander, während sie Cola und Schnaps (der Schnaps heißt Bosch und wird aus Zuckerrohr gewonnen) trinkend ihr Opfer bringen. Opfergaben sind Hühner, die vor Ort durch Halsumdrehen getötet werden - absolutes Fotografierverbot. Es hat vor circa 15 Jahren schon einmal Tote gegeben, da sie sich nicht an dieses Verbot gehalten haben. Weiterfahrt nach Zinacantan. Wohnort der Trotzilindios. Dort Besuch eines Hausstandes mit Weberei. Können hautnah die Lebensweise dieser Menschen erleben. Wir werde zum Essen ihrer landestypischen Gerichte eingeladen und natürlich auf ein paar Gläser "Bosch". Abends Besuch im "Teatro Zebadua"
Das Stück "Palenque Rojo" erzählt als pasion, musica,danza y mistos, die Geschiche des Mayakönigs Chitam, dessen Ahnen die majestaetische Stadt von Palenque erbauten. In diesem Mythos, das auf einem Flachrelief in Palenque dargestellt ist, geht es auch um den Streit der Reichen von Tonina und Palenque.
Die Inszenierung ist gut gelungen und gibt die Geschichte dieser Zeit um 700 n.Chr. wieder.  Mehr Infos unter
www.palenquerojo.com
 

Freitag, 09.01.09 - noch ein Tag Aufenthalt in San Cristobal, ein kurzer Museumsbesuch, ein letztes Mal durch den Markt der Indios schlendern, Reinigung, Post, etc. Man kann sich von dieser Stadt schlecht trennen.

Samstag, 10.01.09 - auf der MEX199 geht es durch schöne, tropische Landschaften erstmal bis nach Ososingo, dort führt ein Abstecher nach Tonina.
Wie eine Festung liegt die Pyramide mit Haupttempel auf dem Hügel. Die Besonderheit von Tonina sind die im kleinen Museum untergebrachten Rundsteine und Skulpturen. In Turmina wurde die Geschichte niedergeschrieben. Auch die Auseinandersetzung mit Palenque, die in dem Stück von San Cristobal zu sehen war. Es geht weiter  durch das Hochland von Chiapas nach Norden hinunter ins subtropische Palenque (200 m u.NN) - Hotel im Zentrum.

Sonntag, 11.01.09 - ein Sonntagsausflug nach Agua Azul, den schönsten Wasserfällen des Landes. Es ist eigentlich eine 7 km lange Aneinanderreihung von unzähligen Wasserfällen, die hellblau durch den grünen Urwald verlaufen. Wir machen eine Wanderung bis zum Anfang, einem Canjon, wo sich der Fluß durchzwängt. Auf der Rückfahrt, circa 20 km vor Palenque, stürzt der Wasserfall Misol- ca 30 m in einen, von dichtem Grün umrahmten See.

Montag, 12.01.09 - Besichtigung einer der eindruckvollsten Mayapyramiden, die zu den berühmtesten von ganz Mexiko zählen - die von Palenque, am Rande des dichten Regenwaldes, dessen Grün die Anlage einbettet. Bei der Besichtigung dieser riesigen Zeremonialstätte können wir uns einer deutschen Reisegruppe mit Führung anschliessen. Schön, sich mit sympathischen Deutschen auszutauschen.

Dienstag, 13.01.09 - von Palenque aus werden geführte Touren zu den umliegenden Kultstätten angeboten. Wir buchen eine Tour nach Yaxchilan und Bonampak. Von 6 Uhr früh bis 19 Uhr abends. Nach 160 km Fahrt mit einem Kleinbus auf einer gut ausgebauten Straße erreichen wir gegen 9 Uhr Frontera Corosal, den Grenzübergang zu Guatemala. Nach einer 30minütigen Bootsfahrt auf dem Usumaeint, dem Grenzfluß zu Guatemala durch dichten Regenwald erreichen wir Yaxchilan, neben Palenque die bedeutendste Tempelanlage im Süden Mexikos. Bedeutend deshalb, weil sie für die Mayaforscher neue wichtige Erkenntnisse brachte. Vor allem, was die Annahme eines friedvollen Mayavolkes betrifft. Ab Yaxchilan weiss man, daß auch bei den Mayas Blut fließen musste, um die Götter zu besänftigen. Auch die Darstellung von Kasteiung, wie z. B. das Durchziehen einer mit Dornen besetzten Kette durch die Zunge war üblich. Darstellungen von Schädelverformungen, um dem damaligen Schönheitsideal,einer extrem abgeflachten Stirn und gebogener Nase zu entsprechen. Und im Hintergrund immer das Geräusch des Urwaldes mit dem Geschrei der Brüllaffen.
Bonampak - bemalte Wände - gilt als einzigartiges Dokument der Monumental-
kunst der Mayas. Abgeschlagene Köpfe sowie Besiegte, die auf ihre Hinrichtung warten sind ebenso dargestellt wie Menschenopfer.

Mittwoch, 14.01.09 - wir haben seid dem Nine-Mile-Canyon am 11.09. oder seit ca.16.000 gefahrenen Kilometern keinen Regen mehr gesehen. Heute früh Dauerregen. Wir beschliessen, so lange es in dieser Intensität regnet, zu bleiben, um aufgeschobene Notwendigkeiten wie Wäscherei, Reisebericht, Fotos  usw abzuarbeiten.

Donnerstag, 15.01.09 - Anfahrt zu den Kultstätten der Mayas auf Yucatan.
Auf der MEX186 und 261 nach Campeche, circa 370 km von Palenque entfernt.
Campeche, die erste spanische Gründung auf der Yucatanhalbinsel.
Reichtum durch Ausfuhr von Edelhölzern und Kautschuk. Sie war immer
wieder das Ziel von Piratenattacken, u. a. von Francis Drake,John Hamkin
und Henri Morgen. So wurde sie von Bastionen und Mauern umgeben, die heute
ihr Stadtbild prägen. Übernachtung direkt am Zocalo.

Freitag, 16.01.09 - von Campeche gehts weiter, circa 60 km südoestlich nach
Edzna. Inmitten schwülheißer Buschlandschaften liegt diese eindrucksvolle
Maya-Ruine. Die Hauptakropolis hat fünf Stockwerke, die vermutlich Priester
beherbergte. Weiterfahrt bis Uxmal. Übernachtung im Fünf-Sterne-Hotel
Hacieda Uxmal, direkt neben den Pyramiden. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Samstag, 17.01.09 - Besichtigung der archäologischen Stätte von Uxmal.
Für mich schon bei unserer ersten Mexikoreise ein absolutes Highlight.
Großartige architektonische Symmetrie zeichnet diese Anlage aus. Wir sind
in aller Früh die ersten Besucher bei bestem Licht. Als nächstes Tagesziel
steht Loltun an. Die längste Grotte Yucatans, ungefähr 1000 m lang, kann
unter großen Sicherheitsbedingungen abgegangen werden. 10 000 Jahre Geschichte, auch der Mayas, gibts in dieser fantastischen Tropfsteinhöhle zu sehen.
Reste von Bisons, Mammuts und Raubkatze, Keramik, Steinmetzarbeiten und
Wandmalereien geben der Höhle ihren Namen loltun = Steinblume. Weiterfahrt
nach Merida. Unterkunft wieder zentrumsnah.

Sonntag, 18.01.09 - ein Sonntagsausflug nach Celestun, 90 km westlich von Merida. Attraktion ist der Flamingo Naturpark. Die Vögel nisten in Mangrovenwäldern. Die Besichtigung der rosaroten Flamingos, ein bleibendes Erlebnis findet auf einem Motorboot statt; Dauer zwei Stunden.

Montag, 19.01.09 - Besichtigung der wohlhabenden Kolonialstadt (1,3 Mio Einwohner) Merida, dem kulturellen sowie wirtschaftlichen Zentrum des Bundesstaats Yucatan. Mit dem Handel von Sisal wurde die Stadt zwischen 1880 und 1920 zu einer der reichsten Metropolen der Welt. Um 1900 gab es in Merida mehr Millionäre als in Paris oder New York. Dieser Reichtum spiegelt sich in zahlreichen historischen Gebäuden, Patios, Arkadengängen und Palacios von den reichen Haciendabesitzern wieder, die sich ihre Stadtpaläste errichten ließen.


Dienstag, 20.01.09 - am Montag abend treffen wir nochmal, wie es der Zufall so
will, auf die Reisegruppe aus Deutschland, der wir uns schon mal in Palenque anschliessen konnten. Kein Problem, uns auch dieses Mal wieder bei den
Besichtigungen mit Führung einzuklinken. So stehen wir morgens bei deren Abfahrt hinterm Bus und sind an diesem Tag Bestandteil ihrer Gruppe. Als erstes steht die
Besichtigung des Convento San Antonio de Padua in Izamal an. Das Franziskanerkloster hat der spanische Missionar Diege de Landa anstelle eines Mayatempels errichten lassen. Diege de Landa hat auch alle Schriften und Aufzeichnungen der Mayas sammeln und verbrennen lassen. Ein enormer Verlust für die Mayaforschung. Im Innenhof des Klosters, dem zweitgrößten Atrium der Welt, hilt Papst Johannes Paul II bei seinem Besuch 1993 Audienz mit
den Führern lateinamerikanischer Indígenagruppen. Nachmittags steht die größte und bedeutendste Pyramidenanlage der Yucatan-Halbinsel zur Besichtigung an - Chichen Itza. Der gut Deutsch sprechende Reiseführer erklärt eindrucksvoll die Bauweise, den Zeitraum der Bautätigkeit, den Einfluss der eingewanderten Tolteken und der einzelnen Tempel. Weiterfahrt und Übernachtung in Valladolid.


Mittwoch, 21.01.09 - auf der MEX 18o geht die Fahrt auf schöner Strecke über Ccancun nach Playa del Carmen, der heimlichen Haupstadt der Riviera Maya weiter. Derzeit besuchen circa eine Mio. Touristen jährlich die paradiesisch schöne Küste. Übernachtung in einem Hotel mit schönem Innenhof und circa 100 Meter vom Strand entfernt.

Donnerstag, 22.01. und Freitag, 23.01.09 - zwei Tage Aufenthalt in dieser von Touristen vereinnahmten Stadt. Der Strand, die Flaniermeile, vorwiegend Pauschaltouristen aus den USA und Europa. Nicht unser Geschmack.

Samstag, 24.01.09 - Weiterfahrt an der Riviera de Maya auf der MEX307 bis Tulum. Besichtigung der circa 50 km südlich von Carmen liegenden Zeremonialstätte der Mayas. Die Anlage liegt einzigartig an einer Steilklippe über dem karibischen Meer. Letzter Stop, ca 40 km vor dem Grenzübergang zu Belize an der Laguna de Bacalar. Sehr schönes Hotel, direkt am Meer.

Sonntag, 25.01. bis Mittwoch, 28.01.09 - der richtige Ort, um sich in aller Ruhe ein wenig zu erholen und sich auf das Kommende vorzubereiten. Die Siedlung Las Lagunas de Siete Colores von den Mayas, bereits im im 5. Jahrhundert gegründet. 1000 Jahre später eroberten die Spanier die Region. Tropische Harthölzer wurden von hier nach Europa verschifft, was natürlich Piratenangriffe magisch anzog. Zum Schutz errichtete man das Hügelfort Fuerte san Felipe, eine sehr schöne Anlage, die heute auch als Regionalmuseum genutzt wird. Wir verbringen hier ein paar sehr schöne Tage. Mexiko neigt sich dem Ende zu und wir freuen uns auf ein neues
Land mit neuen Erlebnissen.

Donnerstag, 29.01.09 - es geht weiter; die nächste Grenze steht an - der Übergang nach Belize. Der Grenzübertritt verlief ohne Komplikationen, eine knappe Stunde hat's nur gedauert. Man fährt ein paar Kilometer und schon ist man in einem absolut anderen Land - die Straßen, die Häuser, die Bewohner,
die Sprache, die Währung, alles ist einfach anders. Sehr viele Häuser stehen auf Stützen, die Menschen sind teilweise dunkelhäutig und englisch ist die Landessprache. Besichtigung der Mayaanlage von Altun-Ha, einer Anlage der Klassik oder Peten-Stil. Die Stilrichtungen werden immer Gegenden oder Städten, in denen sie entstanden sind, zugeordnet. Über Belize City nach Belmopan.

Freitag, 30.01.09 - es sind nur noch ca 60 km bis zur nächsten Grenze, nach Guatemala. Kurz vor der Grenze die Pyramide von Xunantunich oder "Altes Belize", auch eine Stätte der Klassik. Eine schöne Anlage mit guten Steinmetzarbeiten. Der Grenzübertritt zu Guatemala war bis auf die große Hitze und Schwüle problemlos. Dauer ca. 45 min. Ankunft und Unterkunft in einer schönen Jugendherberge am Lago Peten Itza.

Samstag, 31.01.09 - für die Besichtigung von Tikal, einer der wichtigsten Städte der Mayas orderten wir einen Bus, um bei Sonnenaufgang an der Anlage zu sein. Abfahrt 5:30 Uhr zur circa 3o km nördlich von Peten Itza gelegenen Pyramidenstadt. In Tikal bauten die Mayas Pyramiden, die bis zum Himmel reichen. 70 m hoch ragen sie über die Wipfel des Urwalds. Tikal wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe und gleichzeitig als Naturdenkmal ausgezeichnet. Die archäologische Stätte ist insgesamt 16 ooo m²km groß und beherbergt 3000 architektonische Bauten. Es lebten circa 1000 bis zu 10 000 Menschen an diesem für die Mayas so bedeutenden Ort. Im Urwald von Peten leben heute noch Krallenaffen, Jaguare, Ozelote, Tukane, wilde Truthähne und mehr als dreihundert Vogelarten.
 

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