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Panamericana 2008/2009

Mittwoch, 01 04. bis Sonntag, 05.04.09 - mit diesem Segeltörn schlagen wir im wahrsten Sinne mehrere Fliegen mit einer Klappe. Zum einen können wir die Insel von San Blas, die sicher zu den schönsten der Karibik gehört inklusive der Kuna Indianer besuchen. Zum anderen ist dies die günstigste Überfahrtsmöglichkeit nach Cartagena, Kolumbien. Die Fahrt kostet pro Nase und Bike 375 US$ bei voller Verpflegung und Getränke- exklusive Alkohol. Fritz, der Kapitän, ein Wiener Gastronom, der hier seinen Lebenstraum verwirklicht und mit diesem Traum auch noch gut Geld verdient ist ein sehr guter Koch. Kann ich nur empfehlen. Der letzte Tag war dann richtiges Hochseesegeln. In dieser Jahreszeit sehr unruhige See und dann teilweise bis zu 9,5 Knoten segeln. Da ist schon was los. Ein richtiges Erlebnis!

Montag, 06.04. - Samstag, 11.04.09 - Cartagena de Indias, von den Spaniern 1533 an einem Naturhafen an der Karibikküste angelegt. In diesen Hafen karrten die Spanier tonnenweise über die Anden - auf schwierigsten Trampelpfaden - das eingeschmolzene Gold, dass sie den Indios geraubt hatten. Hier wurde es gelagert, bis es von Galeonen nach Spanien transportiert wurde. Die Stadt war zu diesem Zeitpunkt völlig ungeschützt, was natürlich Piratenangriffe zur Folge hatte. Die Stadt hatte mehrere fürchterliche Angriffe, die bekannteste wurde von Francis Drake angeführt. Drake, der im Namen des englischen Königs auf Raubzug auf den Weltmeeren unterwegs war, wurde für das so gewinnbringende Rauben vom Königshaus geadelt. Die Spanier bauten nach und nach die Stadt zu einer uneinnehmbaren Festung aus. Die dicken Stadtmauern, die las Murallas, nahmen eine
Bauzeit von 200 Jahre in Anspruch. Die Altstadt oder das historische Zentrum innerhalb dieser Mauern sind ein lebendes Museum der spanischen Architektur
des 16. und 17. Jahrhunderts. Die kunstvollen Mauern und Forts, die sich wie eine schützende Kette um die Stadt legt, ist fast komplett im Original erhalten. Natürlich gehört diese Stadt zu den von der UNESCO als Weltkulturerbe geschütztes Gut. Heute hat sich die Stadt zu einer Millionenstadt mit weitläufigen Vororten und einer imposanten Skyline vergrößert. Wir wohnen in der Altstadt, wo auch ein Straubinger namens Stefan ein sehr gutes Lokal mit dem wohlklingendem Namen Leon de Baviera betreibt. Cartagena ist neben San Cristobal de las Casas in Mexico sowie Antigua Guatemala das bisherige Städtehighlight. Ein Auszug aus dem Reiseführer "die unglaubliche Schönheit dieser Stadt Cartagena, die romantischste Stadt von Südamerika" - ein sehr guter Einstieg für den Teilkontinent Südamerika.

Sonntag, 12.04. bis Samstag, 18.04.09 - in Cartagena treffen wir zufällig Rolf und Richard, mit denen wir am Anfang unserer Reise Alaska, Kanada sowie einen Teil Mexikos bereist haben. Sie sind mit dem Flugzeug noch Bogota eingereist. Wir bleiben eine gute Woche zusammen, es gibt viel zu erzählen. Gemeinsam fahren wir nach einem Zwischenstopp mit Übernachtung in Caucasia nach Medellin, 650 km südlich von Cartagena. Die 2.5 Mio Einwohner zählende Stadt auf 1600 m liegend wurde 1675 gegründet und wuchs aus mehreren Haciendas zusammen, sie hat eine bewegte Geschichte - die Zeit vor, mit und nach Pablo Escobar, der das Drogenkartell bestimmte. Seit Escobar der Vergangenheit angehört, ist die Stadt
sicherer und wieder zugänglich geworden. Wir sind überrascht, wie sauber es in den Städten Kolumbiens zugeht. In der Metro von Medellin darf weder geraucht noch gegessen werden. Auf allen Schnittpunkten der Stadt verbreiten Militär sowie Policia ein Gefühl der Sicherheit. Es gibt einiges zu sehen, unter anderem die Basilika, die Kathedrale, den botanischen Garten, die Metro-Cable. Besonders das Museo de Antioquia mit moderner, unabhängiger Kunst der letzten 400 Jahre. Ein Muss, die Stiftung von Fernando Botero mit seinen Gemälden sowie Bronzeskulpturen vor dem Museo, auf dem Platzoleta de las Esculturas sind bemerkenswert. Mitte der Woche unternehmen wir einen Tagesausflug nach Guatape, einem Naherholungsgebiet für Medellin, 80 km östlich gelegen. Unterkunft im Hostal Medellin, nahe der Metrostation Suramericano, in dem eine hilfsbereite Person namens Claudia für gute Atmosphäre sorgt. Am Freitag hatten wir einen Termin mit einer überregionalen Motorradzeitschrift. Der Chefredakteur, Juan Carlos, der den südamerikanischen Teilkontinent auch mit dem Bike bereist hat, erstellte eine Reportage unseres bisherigen Tour. Das ganze dauerte einen halben Tag, wir hatten viel Spaß und wurden mit interessanten Informationen für unsere weitere Reise versorgt. Immer wieder taucht die frage auf, ob Kolumbien ein gutes Land sei. "Bitte sagt den Menschen außerhalb unseres Landes, sie sollen kommen, sie werden nicht enttäuscht sein. Am Samstag unternahmen wir noch einen Ausflug nach Santa Fe de Antioquia, der alten Hauptstadt Antioquias, bis diese nach Medellin verlegt wurde. Die 1541 gegründete Stadt ist typisch für jene Zeit.

Sonntag 19.04.09 - ein hartes Stück Arbeit die Anfahrt nach Bogota. Wir benötigen für die ca. 430 km 8 Stunden. Es waren an diesem Sonntag eine Unmenge LKW´s unterwegs, da am Montag Streik angesagt war. Wir haben uns im Hostal Platypus beim deutschsprechenden Besitzer Hermann eingemietet. Man trifft immer wieder bekannte Gesichter, die uns schon mal irgendwo begegnet sind.

Montag 20.04.09 bis Mittwoch 22.04.09 - ausgehend vom kolonialzeitlichen Viertel „La Candelaria“, in dem auch unsere Unterkunft liegt, besichtigen wir die auf 2600 m liegende Hauptstadt Kolumbiens. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt sind die Plaza de Bolivar, die phantastische Catedral Primada, das Botero Museo, eines der weltweit bedeutendsten Museen in Privatbesitz, mit Werken von Picasso, Chagall, Miro, Dali, Renoir, Matisse, Monet, Beckmann und natürlich die Stiftung von Botero selbst. Ein absolutes Muss ist das Goldmuseum, Museo del Oro. Mehr als 34 000 Exponate von den alten Kulturen Kolumbiens sind in diesem größten Goldmuseum ausgestellt. Am Mittwoch noch Besuch der ca. 60 km nördlich von Bogota in Zipaquira liegenden Salzkathedrale. Die Kathedrale wurde in einem ausgebeuteten Salzstollen (75m lang und 18 m hoch) 1995 zugänglich gemacht. Anfahrt ist am Besten mit dem Bus, der alle 10 Min. vom Portal de Norte in Bogota abfährt. Die Führung dauert eine Stunde. Eine der schönsten Kirchen, die ich je gesehen habe, ist die alte Basilika im Stadtzentrum selbst. Eine Kirche aus schönem Mischmauerwerk von Ziegeln und Naturstein, die Gewölbe natürlich Ziegel, und alles unverputzt.  Anmerkung: ist nicht im Reiseführer aufgeführt.

Donnerstag, 23.04.- Mittwoch, 29.04.09 - zu unserer nächsten Besichtigungsstätte, San Agustin, 480 km südlich von Bogota, verlassen wir die Hauptstadt auf der S 40 Saldana, um dann auf der S45 immer am Oberlauf des Rio Magdalenas entlang Richtung Süden zu fahren. Ich verspüre schon seit einigen Tagen stärker werdenden Zahnschmerz. Ich hoffte, mit diesem Problem in eine größere Stadt wie etwa Popayan zu gelangen, wo mich eine bessere Versorgung erwartete. Bei Neiva, etwa der
Hälfte der Strecke war an Weiterfahrt nicht mehr zu denken. Trotz starker schmerzlindernder Mittel weitete sich der Zahnschmerz in Kopf- und Ohrenschmerz aus. Also Halt in Neiva, einem Provinzstädtchen und auf Hilfe hoffen…. Unterkunft etwas außerhalb, direkt am Rio Magdalena gelegen. Freitag morgen mit dem Taxi
in die Stadt in der Hoffnung, der Taxifahrer bringt mich zum richtigen. Die Praxis macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Modernes Äußeres, alles sauber - eine Gemeinschaftspraxis von mehreren Ärzten. Nach einer ersten Untersuchung werde ich auf vier Uhr nachmittags vertröstet, erst dann ist der Spezialist für mein Problem im Haus. Nach dessen genauerer Untersuchung stellt sich schnell heraus, dass mein schmerz eigentlich zwei Ursachen hat – ein auf Eiter sitzender sowie ein unter einer Brücke mit Karies befallener Zahn sind. Zur Diagnosefindung wurde noch mein Einverständnis für eine Panoramaröntgenaufnahme eingeholt, denn diese kostet ja 14 000 ps., was 4,60 € entspricht. Wir einigten uns auf die Lösung des Problems Nummer 1, also vom Eiter zu befreien. So könnten wir am Montag wieder weiterreisen. Das zweite, so glaubte ich, könne bis Deutschland warten. Der Dentist sagte mir aber gleichzeitig, falls am Wochenende Hilfe benötigt würde, könnte ich anrufen, es würde keine Umstände machen. Als ob er es wusste, schon am Samstagnachmittag brauchte ich Carlos‘ Hilfe. Er lächelte mich nur breit an und deutete gleich zeitig auf die untere Seite – die Stelle die ich mir für zuhause aufgehoben hätte. Um es kurz zu machen - ich hatte es zwei hervorragenden Ärzten zu verdanken, die es schafften, mich bis zum Mittwochabend wieder fahrbereit zu machen.

Wir haben in einer kurzen Zeit überaus viele nette Menschen kennengelernt.
 

 

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